Karl
Als ich mein erstes Wildnisseminar besuchte, wusste ich kaum etwas über die Natur. Ich konnte eine Amsel nicht von einem anderen Vogel unterscheiden, geschweige denn ihren Gesang erkennen. Kiefer oder Fichte? Keine Ahnung. Tierspuren? Sahen für mich alle gleich aus. Und vor allem stellte ich mir die Frage: Wozu soll das eigentlich gut sein?
Ich komme aus Leipzig – Anfang der 80er Jahre waren Straßenbahngeräusche mein Einschlafsoundtrack. Meine Welt kreiste lange nur um mich und meinen Spaß. Doch auf Dauer machte mich das nicht glücklich. Im Gegenteil: Ich wurde depressiv. Etwas Entscheidendes fehlte – die Natur. Zum Glück habe ich sie irgendwann wirklich entdeckt.
Seitdem verbringe ich so viel Zeit wie möglich draußen und weiß heute, wie wichtig Naturverbundenheit nicht nur für mich, sondern für jeden Menschen ist – ja, sogar für unsere gesamte Gesellschaft und unseren Planeten.
Seit 2017 lebe ich mit meiner Familie, einem Hund und einer Katze in einer alten Wassermühle in der Dübener Heide. Dort teile ich meinen Alltag mit Kiefern und Erlen, Wiesen und Bach, Bibern, Seeadlern, Eisvögeln und vielen anderen wilden Nachbarn.
Ich bin Gründer der Wildnisschule Heidefeuer – und freue mich, wenn du vorbeikommst und mich persönlich kennenlernst.
Tim
Im Grunde ist mein heutiger Weg eine Heimkehr. Meine gesamte Kindheit verbrachte ich draußen; der Wald und die Wiesen waren mein erster und wichtigster Lernraum. Dort entstand eine tiefe Vertrautheit mit den Rhythmen der Natur, die mich nie ganz losgelassen hat.
Nach dieser wilden Zeit folgte eine Phase der Präzision: Ich lernte das Handwerk des Modellbauers und studierte Maschinenbau. Als Ingenieur lernte ich, Systeme zu verstehen, Komplexität zu strukturieren und Dinge von Grund auf zu konstruieren. Doch in der Welt der Industrie spürte ich immer deutlicher, dass mir die lebendige Verbindung fehlte, die mich als Kind so genährt hatte.
Der Entschluss, wieder nach draußen zu gehen, war konsequent. Auf Segelschiffen und bei Touren durch die skandinavische Wildnis fand ich zurück zu dieser ursprünglichen Klarheit. Über das Fährtenlesen und das Naturhandwerk vertiefte ich mein Wissen und tauchte in die Wildnispädagogik ein.
Heute fließen diese Ströme zusammen
• Zehn Jahre Praxis: Seit einem Jahrzehnt begleite ich Kinder und Erwachsene dabei, ihre eigene Verbindung zur Natur (wieder) zu entdecken.
• Brückenbau: Ich nutze die Struktur des Ingenieurs und das Wissen um moderne Unternehmenskultur, um die alten Lehren der Wildnis verständlich und anwendbar zu machen.
• Gelebte Vision: Meine Erfahrung im Aufbau einer Gemeinschaft für über 100 Menschen – lebend in selbstgebauten ökologischen Häusern – ist der Beweis, dass diese Verbindung von Technik, Ökologie und Menschlichkeit praktisch lebbar ist.
Reinhold Brummer GbR
Sarensecker Weg 32
29456 Hitzacker
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